Schließung des Bruder-Klaus-Krankenhauses

Pressemitteilungen

Pressemitteilung der SPD Waldkirch

- SPD-Fraktion und SPD-Vorstand -

Das Geld fließt in die Stadt, die "Tante-Emma-Krankenhäuser" auf dem Land müssen schließen, so das Fazit des Besuchs des grünen Sozialministers Lucha in Freiburg.

 

Das Gesundheitswesen folgt den gleichen Konzepten wie der Einzelhandel, so die SPD Waldkirch in einer gemeinsamen Presseerklärung von Fraktion und Vorstand zur beabsichtigten Schließung des Bruder-Klaus-Krankenhauses.

Das Aussterben der Tante-Emma-Läden war allerdings weniger der Politik zuzuschreiben, wohingegen seit den Äußerungen des Sozialministers klar ist, wer die Verantwortung bei den Krankenhäusern trägt. Lucha hat deutlich gemacht, dass die Schließung des Bruder-Klaus-Krankenhauses politisch gewollt ist. Insofern wäre es an der Zeit, dass dieser gemeinsam mit seinem grünen Landtagsabgeordneten Alexander Schoch sowohl den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, als auch den Menschen im Elztal erklärt, weshalb dies unvermeidlich sein soll.

Die Sammlung von Unterschriften und das Aufbegehren gegen die Schließung ist offensichtlich ein Kampf gegen die Windmühlen, so der Pressesprecher der SPD Armin Welteroth, der bedauerte, dass auch die SPD im Land während ihrer Regierungszeit eine Zentralisierung verfolgt habe. Inwieweit die Schließung weiterer Krankenhausstandorte erforderlich ist, um die Finanzierung der Krankenhauslandschaft langfristig zu ermöglichen, kann die SPD Waldkirch im Moment nicht beurteilen. Die Menschen im Elztal wurden vor vollendete Tatsachen gestellt und viele Fragen sind nach wie vor offen. Weshalb setzt sich die Landesregierung nicht dafür ein, dass die Schließung von Krankenhäusern nicht nur den ländlichen Raum trifft, sondern auch Ballungszentren? Ansonsten soll doch stets der ländliche Raum gestärkt werden. Im Gesundheitswesen offensichtlich nicht. Weshalb sollen 3,4 Millionen in die Sanierung des maroden Lorettokrankenhauses investiert werden, während ein Haus wie das Bruder-Klaus, welches sich in einem Topzustand befindet, geschlossen werden soll? Dies ist nicht nur eine verfehlte Gesundheitspolitik, sondern auch ein Augen zu und durch, wenn man die Schließung ankündigt, ohne zu wissen, was mit dem Objekt geschehen soll. Das RKK muss sich fragen lassen, weshalb man nicht ein Haus in Freiburg schließt und sich um die Menschen im Elztal kümmert?

Jedenfalls müssen nach diesem Narrenstreich die Kommunalpolitiker und Menschen vor Ort die Narrensuppe auslöffeln. Allerdings müsse man realistisch sein, so Welteroth und Schindler in der Pressemitteilung, denn wahrscheinlich wird es ein Krankenhaus in dieser Form 2019 in Waldkirch nicht mehr geben. Beide sehen die Landespolitiker in der Pflicht, öffentlich Rede und Antwort zu stehen und nicht nur in Hintergrundgesprächen mit der Presse.

 

Die SPD begrüßt die Initiative von Oberbürgermeister Roman Götzmann, einen Runden Tisch einzuberufen, um mit Fachleuten und den Betroffenen vor Ort zu erörtern, welchen Bedarf es in Waldkirch gibt und, ob und wie dieser zukünftig mit anderen Kräften am Standort Waldkirch befriedigt werden kann. Dies wird ein langer Weg und ohne politische Unterstützung von Bund und Land wohl nicht möglich sein. Deshalb sollten sich die Verantwortlichen Gedanken machen, wie die Initiative unterstützt werden kann.

Die SPD möchte hierzu, gemeinsam mit MdB Johannes Fechner, einen Beitrag leisten. Es wird zu einer öffentlichen Podiumsdiskussion am Donnerstag, den 08.03.2018 um 19:00 Uhr im St. Josefshaus in Waldkirch-Kollnau eingeladen. Die Podiumsteilnehmer und der genaue Ablauf wird in einer gesonderten Pressemitteilung noch bekanntgegeben. Schindler und Welteroth hoffen, dass man zuerst einmal die Situation offen diskutieren und auf dieser Basis Wege finden kann, um eine gute Gesundheitsversorgung in Waldkirch zu garantieren. Gefragt sind nun Ideen und ein konstruktives Miteinander.

Waldkirch, den 14.02.2018

ARMIN WELTEROTH

Pressesprecher der SPD Waldkirch

 
 

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